Sturm und Hagel: Warum das Dach auch nach einem kleinen Unwetter einen Blick verdient

von Redaktion Dachbaustoff.info | Okt. 5, 2026 | Fachbeiträge, Steildach, Wetterschutz

Sturm und Hagel: Warum das Dach auch nach einem kleinen Unwetter einen Blick verdient

Ein Sturm zieht durch, am Gebäude ist zunächst nichts Auffälliges zu erkennen – also alles in Ordnung? Nicht unbedingt. Gerade an Dachdeckungen, Anschlüssen und exponierten Dachbereichen können Belastungen entstehen, deren Auswirkungen vom Boden aus kaum erkennbar sind.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft bezifferte die versicherten Naturgefahrenschäden im ersten Halbjahr 2026 auf rund 950 Millionen Euro. Davon entfielen etwa 400 Millionen Euro auf Sturm und Hagel. Auch wenn das erste Halbjahr insgesamt vergleichsweise schadenarm verlief, zeigen die Zahlen die weiterhin hohe Bedeutung wetterbedingter Gebäudeschäden.

Nicht nur die sichtbare Dachdeckung zählt

Für die Regensicherheit ist nicht allein die sichtbare Deckung entscheidend. Unterspannungen, Unterdeckungen oder Unterdächer bilden abhängig von Konstruktion und Beanspruchung eine zusätzliche wasserführende Ebene. Dachneigung, Deckwerkstoff sowie besondere klimatische und örtliche Bedingungen müssen dabei zusammen betrachtet werden.

Was nach einem Unwetter auffallen kann

Bei einer fachlichen Kontrolle verdienen unter anderem verschobene oder beschädigte Deckelemente, Anschlüsse, Befestigungen, Dachränder und erkennbare Veränderungen besondere Aufmerksamkeit. Auch Bereiche, die vom Boden aus unauffällig wirken, können auf der Dachfläche Schäden zeigen.

Fazit

Nach stärkeren Wetterereignissen lohnt sich nicht nur der Blick nach fehlenden Dachziegeln. Anschlüsse, Befestigungen und die Funktionsfähigkeit des gesamten Dachaufbaus gehören zur fachlichen Bewertung.

Quellen