Absturzsicherung ist kein Detail für den Baustellenbeginn, sondern Teil der Arbeitsvorbereitung. Bevor Beschäftigte eine Dachfläche betreten, müssen Zugang, Absturzkanten, Öffnungen und mögliche Durchsturzstellen bekannt sein.
Gefährdungen vor Arbeitsbeginn erfassen
Die Gefährdungsbeurteilung legt fest, wo Absturz- oder Durchsturzgefahren bestehen und welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind. Besonders Lichtkuppeln, Lichtbänder, Dachöffnungen und nicht durchtrittsichere Bereiche benötigen eindeutige Sicherung.
Kollektive Maßnahmen haben Vorrang
Seitenschutz, Gerüste, Randsicherungen oder Schutznetze schützen mehrere Personen gleichzeitig. Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz ist dort einzuplanen, wo vorrangige Maßnahmen die Gefahr nicht ausreichend reduzieren.
Wartung und spätere Nutzung mitdenken
Auch nach Fertigstellung bleiben Dächer Arbeitsplätze: für Wartung, Reinigung, Reparatur oder Photovoltaik. Sichere Zugänge und nutzbare Schutzsysteme sollten deshalb möglichst dauerhaft in die Planung einfließen.
Fazit
Wer Absturzschutz früh plant, reduziert Improvisationen auf der Baustelle und schafft bessere Voraussetzungen für sichere Bau- und Wartungsarbeiten.

